Perfekte Heidelbeeren in eurem Garten – Alle Tipps&Tricks

Perfekte Heidelbeeren in eurem Garten – Alle Tipps&Tricks

25. Januar 2019 Aus Von Michael Schreiber
Heidelbeeren richtig pflanzen

Fotocredit: www.pexels.com | Olga

Ich weiß nicht wie es euch geht, aber wir lieben Beeren. In allen möglichen Variationen, Himbeeren, Brombeeren, Erdbeeren und natürlich auch Heidelbeeren. Es gibt nichts besseres als an einem schönen Sommermorgen aus dem Bett zu hüpfen, sich eine große Schüssel Müsli zu schnappen und die Heidelbeeren frisch aus seinem eigenen Garten zu pflücken. Traumhaft, besser kann man glaub ich gar nicht in den Tag starten! Aus diesem und auch vielen anderen Gründen, haben wir uns entschieden, dass wir nun auch versuchen wollen Heidelbeeren in unserem Garten anzupflanzen. Von den oben aufgezählten Beeren sind aber die Heidelbeeren sicher die, die am meisten Zuwendung bzw. Vorarbeit benötigen. Damit ihr trotzdem auf eine erfolgreiche Ernte hoffe dürft, zeigen wir euch in diesem Blogpost die besten und wichtigsten Tipps für eure Heidelbeeren. Viel Spaß beim lesen.


Zwei Pflanzen sind besser als eine

Grundsätzlich sind unsere Heidelbeeren Selbstbefruchter, das hört sich jetzt im ersten Moment vielleicht etwas lustig an, beschreibt aber einfach nur, dass die Heidelbeere keine Pollen von einer anderen Pflanze für die erfolgreiche Bestäubung benötigt. So weit so gut, trotzdem ist es aber anzuraten, dass wir in unseren Garten mindestens zwei Heidelbeeren von unterschiedlichen Sorten pflanzen. Das hat einige Vorteile! Zum einen kann man damit die Ernte auf einen längeren Zeitraum ausdehnen, indem man einfach eine Sorte pflanzt die im Sommer Früchte trägt und vielleicht eine andere Sorte pflanzt die erst im Herbst Beeren trägt. Zum anderen kann man mit verschiedenen Sorten Heidelbeeren im Garten auch den Ertrag der Ernte steigern.

Kalk – der große Feind der Heidelbeere

Wenn wir also gerade dabei sind unsere Heidelbeeren zu pflanzen, sollten  wir uns kurz Gedanken darüber machen wo die beste Ecke in unserem Garten dafür ist. Auch wenn sie in der Natur eher im Halbschatten zu finden sind, mögen es die Sorten die wir im Gartenhandel kaufen eher sonnig. Ein sonniger Platz in unserem Garten der aber gut windgeschützt ist, wäre ideal. Stätiger, starker Wind führt dazu, dass der Boden zu schnell austrocknet und gerade in der Fruchtzeit benötigt die Heidelbeere einen konstant feuchten Boden. Weiter ist zu bedenken, dass unsere Beeren viel Platz benötigen, warum das so ist erfahrt ihr weiter unten in unserem ersten Tipp. Achtet darauf, dass ihr mindestens eineinhalb Meter Platz zwischen den einzelnen Pflanzen lasst.

Habt ihr einen passenden Platz gefunden? Großartig! Aber nicht nur der Wind macht unserer Beere zu schaffen, auch die Bodenbeschaffenheit muss passen. Ein zu kalkhaltiger Boden ist einer der häufigsten Gründe warum eure Heidelbeere nicht ihre volle Größe entfalten wird. Ist unser Boden zu kalkhaltig, wird uns die Heidelbeere eindeutige Signale zeigen, die Blätter verfärben sich gelb. Das ist das unübersehbare Zeichen, dass zu viel Kalk im Boden ist. Was können wir schon beim pflanzen der Beere machen um einen idealen Boden zu schaffen? Wir haben hier einige Tipps für euch:

Heidelbeeren richtig pflanzen

Fotocredit: www.pexels.com | Roman Carey

Tipp Nummer 1:

Heidelbeeren sind Flachwurzler, was bedeutet dass sie ihre Wurzeln eher in die Breit als in die Tiefe wachsen. Aus diesem Grund hebt ihr beim pflanzen ein breiteres Pflanzloch als normal aus, dafür muss es nicht sonderlich tief sein. Um den Boden für eure Heidelbeere optimal vorzubereiten, empfiehlt es sich Rhododendronerde (Heidelbeeren zählen zur selben Kategorie wie Rhododendren) zu verwenden. Diese Erde hat einen pH-Wert von zirka 3,5 bis 4,5 und ist somit ideal für die Heidelbeere geeignet.

Tipp Nummer 2:

Die Wurzeln der Heidelbeere benötigen konstant ausreichend Sauerstoff. Ist diese Sauerstoffversorgung nicht gegeben, sterben die kleinen feinen Wurzeln ab. Um das zu verhindern, kann man eine Schicht Tonscherben beigeben. Das hilft nicht nur um den Wurzeln mehr Freiraum und Sauerstoff zu geben, sondern kann auch Staunässe verhindern. Auf das festtreten der Erde nach den setzen der Pflanze sollte man übrigens auch verzichten.

Tipp Nummer 3:

Es empfiehlt sich beim pflanzen noch eine Handvoll Hornspäne, als natürlichen Langzeitdünger, beizugeben. Weiter kann man die Erde auch noch mit Sand oder Fichtennadeln mischen. In der Natur wachsen Heidelbeeren oft in der Nähe dieser Nadelbäume, und lieben die Nadeln da sie den ph-Wert im Boden ausgleich. Ist die Beere fertig gepflanzt, sollte man noch eine gute Schicht Rindenmulch auftragen, um die Feuchtigkeit im Boden konstant zu halten. Das ist besonders wichtig wenn die Pflanze die ersten Früchte trägt. Wie jedes Mal wenn wir eine Pflanze neu setzten, sollten wir daruf achten dass wir sie nachher gut gießen. Hierfür empfehlen wir unbedingt Regenwasser zu verwenden. Normales Leitungswasser ist in den meisten Fällen zu kalkhaltig und kann uns unsere ganze Mühe wieder zunichtemachen.

Heidelbeere richtig pflanzen

Fotocredit: www.pexels.com | Brigitte Tohm

Achtung beim Düngen

Wie schon beschrieben, ist es eine gute Idee beim setzten der jungen Pflanze, eine Handvoll Hornspäne beizugeben als natürlicher Langzeitdünger. Auf Stallmist oder Kompost sollte verzichtet werden, umso besser eignet sich dafür Nadelkompost. Wenn man so wie wir, noch eine Filterkaffeemaschine zu Hause stehen hat, kann man auch den Kaffeesatz als Dünger verwenden. Einfach den ausgekühlten Kaffeesatz vorsichtig unter die Erde bzw. den Rindenmulch mischen.


Wenn ihr alle diese Tipps beherzigt, steht einer erfolgreichen Heidelbeer-Ernte nichts mehr im Weg. Vielen Dank, dass ihr unseren Blog verfolgt und so fleißig mitlest. Hoffentlich konnten wir euch mit euren köstlichen Beeren ein wenig helfen. Wie immer gilt, wenn ihr noch Fragen habt oder wenn ihr eine Idee habt welchen Tipp wir noch hinzufügen könnten, dann schreibt uns doch einfach. Wir freuen uns auf eure Nachrichten.

Alles Liebe und baba.