Der Kürbis für euren Garten – Das tollste Gemüse von allen!

Der Kürbis für euren Garten – Das tollste Gemüse von allen!

25. Januar 2019 Aus Von Michael Schreiber

Kürbis richtig pflanzen

Ich weiß ja nicht wie es euch geht, aber wir lieben Kürbisse! In allen Variationen, Hokkaido bis Butternuss. Es gibt einfach so viel Möglichkeiten was man aus diesem köstlichen Gemüse zaubern kann. Wir freuen uns schon immer auf den Herbst wenn die Kürbis-Saison endlich wieder startet. Obwohl mittlerweile bekommt man fast das ganze Jahr über Kürbisse im Supermarkt zu kaufen. Wie dem auch sei, der Kürbis aus dem eigenen Garten schmeckt mindestens doppelt so gut wie der vom Discounter. Und so war es natürlich ganz klar, dass wir uns für die Kürbisse entschieden hatten, als es darum ging: “Welches Gemüse wollen wir als erstes in unserem Garten anbauen?” Wir wir bald bemerkten war die Wahl goldrichtig. Mit unseren tollen Tipps&Tricks für eure Kürbisse gelingt euch das bestimmt auch. Viel Spaß beim lesen!


Wir brauchen alles und vor allem viel

Der Kürbis ist ein grandioses Gemüse, und wenn wir wollen dass er seine volle Pracht und Früchte entfaltet dann müssen wir ihm einiges geben. Unser Kürbis ist nämlich ein Starkzehrer, was heißt das? Er braucht alles und am besten viel davon. Sonne, Wärme, Wasser und auch Nährstoffe braucht unser Kürbis in rauen Mengen damit er sich voll entfalten kann. Und noch etwas braucht der Kürbis dringend: Platz! Under Kürbis wird sich sehr schnell, große Teile unseres Gartenbeetes unter den Nagel reißen, wenn wir nicht aufpassen. Es würde sich anbieten, dass man ihm eine Rankhilfe zur Seite stellt, damit er mehr in die Höhe als in die Breite wachsen kann. Macht man das nicht uns lasst ihn einfach machen, kann es schnell sein, dass er eine Fläche von zwei Quadratmetern in Beschlag nimmt. Dadurch dass er sich so immens ausbreitet und seine Blätter nicht gerade die kleinsten sind, kommen nicht viele andere Pflanzen in Frage die man guten Gewissens neben ihn pflanzen kann. Ein Nachbar der es mit ihm aushält sind zum Beispiel Stangenbohnen. Da die Bohnen in die Höhe wachsen, interessiert es sie nicht die Bohne (Achtung: Wortwitz!) ob der Kürbis den gesamten Boden für sich beansprucht.

Die beste Zeit für die Aussaat

Es gibt zwei Möglichkeiten wie wir unseren Kürbis im Garten einsetzten können: Direktsaat oder vorgezogene Jungpflanzen. Wir erklären euch kurz die einzelnen Vorteile.

Die Direktsaat:

Etwa ab Mitte Mai kann man mit der Direktsaat in seinem Gemüsebeet starten. Wichtig ist dabei, dass man sich sicher ist, dass kein Nachtfrost mehr herrscht. Meistens ist man auf der sicheren Seite wenn man die Eisheiligen abwartet (11. Mai bis 15. Mai). Sollte also keine Gefahr für Nachtfrost bestehen kann man guten Gewissens seine Kürbiskerne im Beet aussäen. Einfach ein 2 bis 3 cm tiefes Loch mit dem Finger bohren und zwei Kerne hineingeben. Die schwächere der beiden Jungpflanzen entfernt man dann einfach wenn sie die ersten richtigen Blätter bilden. Solltet ihr mehr Kürbisse nebeneinander setzen wollen, solltet ihr unbedingt einen Abstand von einem bis eineinhalb Meter einhalten. Wie oben schon besprochen, benötigen Kürbisse viel Platz.

Jungpflanzen:

Die andere Methode, um die Kürbisse in euer Beet einzusetzen, sind vorgezogene Jungpflanzen. Dabei macht ihr eigentlich, wie oben beschrieben eine Direktsaat, nur eben in eurem Wonzimmer, bei wohligen 20°C. Ihr nehmt euch also einfach einige Töpfe, füllt sie mit Erde und setzt dann eure Saat ein. Auch hier wieder zwei Kerne pro Pflanzloch, die schwächere Jungpflanze wird auch hier später entfernt.  Der Vorteil hierbei ist, dass ihr schon früher beginnen könnt eure Jungpflanzen vorzuziehen. Wenn sie dann groß genug sind, (zirka wenn sie vier bis sechs Blätter ausgebildet haben) kann man sie problemlos in euer Gartenbeet umquartieren. Hierbei empfiehlt es sich, die jungen Pflanzen langsam an die Außentemperaturen zu gewöhnen. Stellt sie also für eine Woche, jeden Tag für einige Stunden an einen windgeschützten Platz in eurem Garten, und holt sie am Abend wieder herein. So können sie ein wenig abhärten und vertragen das Umsetzten dann besser. Ab April kann man dann meistens ohne Bedenken den Umzug der Pflanzen planen.

Standort und Pflege

Unsere Kürbisse sind nicht sehr anspruchsvoll. Wie oben schon beschrieben, brauchen sie einen sonnigen Standort nach Möglichkeit auch windgeschützt. Sie bevorzugen einen humusreichen Boden. Der pH-Wert des Bodens sollte bei zirka 6 liegen. (Wie man selbst den pH-Wert seines Gartenbodens bestimmen kann, findet ihr HIER!)Gerade wenn die Pflanze die ersten Früchte trägt sollte wir unseren Kürbis regelmäßig gießen. Hierbei ist zu beachten, dass wir direkt auf den Boden gießen sollten und nicht über die Blätter der Pflanze, da sich sonst Pilzkrankheiten entwickeln können. Die Früchte unserer Pflanze können mitunter sehr groß und schwer werden, darum empfiehlt es sich den Boden mit einer Schicht Stroh zu bedecken. Damit verhindert man, dass der Kürbis beschädigt wird und dass er zu faulen beginnt weil er auf der nassen Erde aufliegt. Ein Brett unter den Früchten erledigt diese Aufgabe übrigens genauso gut. Wenn wir unseren Kürbis einsetzten sollten wir noch darauf achten, dass genügend Kompost unter die Erde gemischt ist. Wie wir wissen benötigt die Pflanze viele Nährstoffe. Auch eine Handvoll Hornspäne als natürlicher Nährstofflieferant kann nicht schaden.

Ausgeizen

Unser Kürbis steckt viel Kraft in die Ausbreitung neuer Triebe, gerade wenn er schon Früchte trägt kann es deshalb von Vorteil sein wenn man die neuen Triebe zurückschneidet. Somit kann unsere Pflanze ihre ganze Energie und Kraft in die Produktion der Früchte stecken. Triebe die mehr als vier Blätter haben kann man also getrost abschneiden (hierbei schneidet man den Trieb oberhalb des zweiten Blattes ab). Was dem Kürbis auch Kraft spart ist, wenn man die männlichen Blüten entfernt, natürlich erst dann wenn alle weiblichen Blüten bestäubt sind. Aber auch hier, muss sich die Pflanze um weniger Blüten kümmern, so kann sie mehr Kraft in die Fruchtbildung stecken. Männliche Blüten erkennt man daran, dass sie einen langen Stiel haben, und keinen  Fruchtknoten hinter der Blüte.

Zeit zum ernten

Wenn der Herbst gekommen ist, ist es auch an der zeit unseren Kürbis zu ernten. Wann wissen wir ob unser Kürbis reif ist für die Ernte? Wenn der Kürbis eine satte, gesunde Farbe hat, das ist das erste Anzeichen das er reif ist. Weiter achten wir darauf, dass der Stiel an dem er hängt verholzt ist. Wenn wir unseren Kürbis ernten, dann schneiden wir bitte immer so, dass ein Teil dieses verholzten Stieles am Kürbis bleibt. Machen wir das nicht, kann es sein das unser Kürbis an dieser Stelle schnell zu faulen beginnt. Der letzte Test ob unser Kürbis reif ist, ist der Klopftest. Wir klopfen also an unseren Kürbis, hört sich das Klopfen hohl an, dann können wir unseren Kürbis ernten. Was viel Leute nicht wissen, man kann auch die männlichen Blüten ernten! Überbacken oder frittiert schmecken die Blüten ausgezeichnet!


Der Kürbis ist nicht nur zu Halloween in aller Munde. Wir hoffen mit unseren Tipps&Tricks könnt ihr diese Saison köstliche Kürbisse in eurem Garten pflanzen. Wir wünschen euch viel Spaß, wenn ihr gemeinsam mit euren Kids, den nächsten Halloween-Kürbis aus eurem Garten schnitzt. Danke für’s lesen, alles Liebe, und baba!